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Zehnjähriges Jubiläum der Nachbarschaftshilfe
In zehn Jahren von vier auf einhundertzwanzig. So liest sich die Entwicklung der Nachbarschaftshilfe des Evangelischen Krankenpflegevereins Ludwigsburg, die bei einem Festnachmittag im Evangelischen Gemeindehaus Gartenstraße ihr erstes volles Jahrzehnt feierte.
Erster Bürgermeister Konrad Seigfried dankte den anwesenden Helferinnen und Helfern für ihren Dienst. Sie würden das soziale Gesicht der Stadt mitprägen. Er zeigte sich beeindruckt vom Umfang der Hilfsleistungen. Rund 2.000 Einsätze erbringt die Nachbarschaftshilfe monatlich bei rund 250 älteren Bürgern in Ludwigsburg.
Die Nachbarschaftshilfe ist im Jahr 2000 aus dem Besuchskreis der Stadtkirchengemeinde hervorgegangen. Annette Hess, damals Kirchengemeinderätin der Evangelischen Stadtkirche, erkannte bei den Geburtstagsbesuchen den Bedarf an Betreuungsunterstützung und Alltagsbegleitung. Zu den vier Mitstreiterinnen der ersten Stunde gewann sie Monat für Monat mehr dazu. Ende 2005 waren bereits 35 Nachbarschaftshelferinnen aktiv, wie der Geschäftsführer der Diakonie- und Sozialstation Ludwigsburg, Siegfried Schmid, zurückblickte. Zunächst war der Aktionsraum auf den Stadtkirchenbezirk begrenzt. Heute sind es 120 Frauen und 6 Männer, die in ganz Ludwigsburg dafür sorgen, dass ältere Menschen in ihren eigenen vier Wänden besser zurecht kommen. Sie leisten Unterstützung beim Einkaufen, bei der Essenszubereitung, beim Saubermachen oder bei der Gartenarbeit. Auch Nachfragen nach familienentlastenden Diensten kann die Nachbarschaftshilfe nachkommen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Pflegedienst der Diakonie- und Sozialstation Ludwigsburg ermöglicht älteren Menschen eine umfassende häusliche Versorgung. Die Patienten der Nachbarschaftshilfe bezahlen für die Einsätze ein subventioniertes Entgelt, die Helfenden erhalten für die geleisteten Stunden eine Aufwandsentschädigung.
Die Nachbarschaftshilfe mache fast alles möglich, so der Geschäftsführer als Beispiel für die kürzlich geäußerte Bitte eines älteren Herrn, ihm bei der wöchentlichen Seniorengymnastik im Sportverein Hilfestellung zu geben. Schnell fand sich ein kompetenter Nachbarschaftshelfer, der sich in die Übungsrunde einreihte.
Dekan Winfried Speck, Vorsitzender des Evangelischen Krankenpflegevereins Ludwigsburg, dankte Annette Hess für ihre unermüdliche Bereitschaft, Nachbarschaftshelfer zu begleiten und anzuleiten. Ihr großes Engagement und die Liebe zu ihrer Aufgabe werde von den Patienten wahrgenommen.
Die Geehrte selbst gab anhand von Dias einen Einblick in die Arbeit der Nachbarschaftshilfe. Sie berichtete über viele positive Erlebnisse aus dem vergangenen Jahrzehnt. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von dem Trio Dr. Ulrich Stahlknecht (Querflöte), Sabine Kind (Oboe) und Gerhard Hess (Flügel).
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