Der Kommune schlägt die Stunde

Veröffentlicht am 04.02.2020
in Ludwigsburger Kreiszeitung

Der Kommune schlägt die Stunde

älteste Möglinger Dokument, das er je in
den Händen gehalten hat. Gemeint ist die
gesetzliche Baulastvorschrift des württembergischen
Kirchengemeindegesetzes von
1887, die 1891 auch von der Gemeinde
Möglingen unterschrieben wurde. Das
Dokument verpflichtet die Kommune, die
Hälfte der Kosten zu tragen, wenn Arbeiten
am Kirchturm, an den
Turmuhren, dem Läutwerk
oder den Glocken notwendig
sind.
Die Vorschrift stammt aus
Tagen, da nicht jeder immer
und überall eine tragbare Uhr
bei sich hatte. Die Zifferblätter
auf dem hohen Turm waren
dagegen weithin sichtbar – und man hörte
am Schlag, wie spät es ist. Außerdem
warnten die Glocken vor drohendem Unheil
wie Überfällen oder Unwettern, alarmierten
die Wehren, wenn es im Dorf
brannte. Deshalb wurden bürgerliche Gemeinden
landauf, landab im Rahmen der
Vermögensteilung an den Unterhaltskosten
beteiligt. „Möglingen steht da nicht alleine“,
sagt der Pfarrer Oliver Langer. Das
Gesetz gelte für viele andere Kommunen
in Württemberg.

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