Johanneskirche: "Unser Glaube braucht einen Ort“

Veröffentlicht am 20.07.2020
in Kornwestheimer Zeitung

Johanneskirche: "Unser Glaube braucht einen Ort“

Bis auf den letzten Platz war sie gefüllt,
die evangelische Johanneskirche,
die am Sonntag nach über
dreijähriger Schließung wieder eröffnet
wurde. Nach dem feierlichen Eröffnungsgottesdienst
mit dem Posaunenchor feierte
die Gemeinde mit einem bunten Fest
vor dem Gotteshaus und bot Führungen
durch die Kirche an.
Nein, nein, so war’s nicht am gestrigen
Tag. Wie sollte auch in diesen Zeiten, in
denen ein Virus vorgibt, was möglich ist
und was nicht. Mit vier kurzen, fast schon
intimen Gottesdiensten nahm die evangelische
Gemeinde die Johanneskirche wieder
in Beschlag. Ganz unterschiedlich –
mal mit moderner Kirchenmusik, mal in
der klassischen Variante – waren die Feiern
gestaltet, für die sich die Gläubigen
zuvor hatten anmelden müssen und deren
Plätze schnell vergeben waren.
„Wir haben uns verkleinert, um etwas
Großes zu schaffen“, begrüßte Pfarrer
Horst Rüb die rund 70 Gäste – gut verteilt
im um den neuen Gemeindesaal erweiterten
Kirchenraum – im 10-Uhr-Gottesdienst.
Er erinnerte damit ans Johannesund
Paulusgemeindehaus, die aufgegeben
und abgerissen worden waren, um den
fünf Millionen Euro teuren Umbau der
Johanneskirche finanzieren zu können.
Gemeindeglieder trugen Altargegenstände
aus dem Paulusgemeindehaus, die sie in
den vergangenen Monaten in Verwahrung
genommen hatten, in die neue Johanneskirche.
Das Kreuz, die Paramente, die aufgeschlagene
Bibel, Kerzen und der Notenkoffer
kommen damit wieder zum Einsatz
– unter anderem auf einem neuen Altar,
den die Architekten Nike Fiedler und
Mathias Riebelmann der Gemeinde zum
Einzug schenkten.

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