Kirchenraum wird zum Orgelbistro

Veröffentlicht am 18.04.2005
in Ludwigsburger Kreiszeitung

 

Kirchenraum wird zum Orgelbistro

Barockstücke dargeboten

Die kleine Martinskirche in Grünbühl entfaltete ihren ganzen Charme als wahres Kleinod der Verwandlungskunst. Für ein Konzert wurde der Kirchenraum zum stimmungsvollen Orgelbistro. Vier Musiker aus einer Familie boten barocke Stücke dar.
Im letzten Jahr spielte Johannes Lang aus Weil am Rhein an der Orgel in der Martinskirche zusammen mit seiner Tante, der Violinistin Christine Hölzinger aus Remseck. Da war er 14 Jahre alt und hatte zwei erste Preise auf Bundesebene bei 'Jugend musiziert' bereits gewonnen.
Jetzt brachte Lang von seinen vier Geschwistern noch die 18-jährige Antonia mit dem Violoncello mit. Seine Tante kam mit ihrer Tochter Viktoria, die Flöte spielt. So wurden Präludien und Choräle für Orgel aufgelockert durch eine Triosonate von Telemann und eine Sonate von Bach. Bei der Triosonate brillierte die Flöte bei sanften Trillern. Bei der Bachsonate waren die Orgel und das Cello besonders dicht im Basso continuo verwoben, die Geige schwebte frei darüber.
Johannes Lang, der mit einem Präludium von Buxtehude das Programm beschloss, strahlte danach mit gereiftem Selbstbewusstsein. Nichts inspiriere mehr, als mit der Jugend zu musizieren, meinte Christine Hölzinger. Sie trete sehr gern in Grünbühl auf, auch weil sie die große Leistung der Kirchengemeinde für die vor fünf Jahren eingeweihte Orgel unterstützen möchte.
Dank der Spenden auch nach Konzerten im Orgelbistro sind die Schulden inzwischen fast ganz abgetragen.
Astrid Killinger


Die Online-Publikation dieses Artikels erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Ludwigsburger Kreiszeitung

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