Coronakrise: Wie finden Gottesdienste wieder statt?

Veröffentlicht am 29.04.2020
in Ludwigsburger Kreiszeitung

Coronakrise: Wie finden Gottesdienste wieder statt?

Zur Eindämmung der Pandemie hatten die
Bundesländer im März auch Zusammenkünfte
in Kirchen, Synagogen und Moscheen verboten.
Mitte April wurden den Religionsgemeinschaften
Lockerungen in Aussicht gestellt.
In Sachsen und Thüringen sind Gottesdienste
bereits wieder erlaubt.
In Baden-Württemberg können Gläubige
voraussichtlich von 10. Mai an wieder Gottesdienste
feiern – das ist das Ergebnis von Telefonkonferenzen,
die die vier Landesbischöfe
mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann
(Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann
(CDU) gestern geführt haben. Auch die
beiden Israelitischen Religionsgemeinschaften
und Islamverbände konferierten mit den
Politikern.
Dabei könnte man meinen, Eile sei nicht geboten,
denn die Kirchen erreichen auch ohne
die sogenannten Präsenz-Gottesdienste viele
Gläubige – sogar vielerorts mehr als sonst.
„Die Angebote werden äußerst gut angenommen“,
sagt Oliver Hoesch, Pressesprecher der
Evangelischen Landeskirche in Württemberg
ohne konkrete Zahlen zu nennen. „Über unseren
Youtube-Kanal erreichen wir Menschen,
die sonst nicht in die Kirche kommen“, sagt
der katholische Pfarrer Dr. Alois Krist von der
Dreieinigkeitskirche in Ludwigsburg. „Das ist
ein Lernauftrag an uns, auch künftig mehr in
diese Richtung zu machen.“
Das oft ins Feld geführte Argument von der
älteren Generation, die da nicht mehr mitkomme,
gilt offenbar nicht mehr. „Wir stellen
fest, dass auch über 80-Jährige gut digital unterwegs
sind oder Hilfe haben, um diese Angebote
wahrzunehmen“ beobachtet die evangelische
Pfarrerin Christina Hörnig, Referentin
beim Dekan. Selbst die Spendenbereitschaft
sei in Zeiten von Onlinegottesdiensten ungebrochen.

 

 

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