Sie denken jeden Tag an Tschernobyl

Veröffentlicht am 28.04.2016
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Sie denken jeden Tag an Tschernobyl

Er muss sofort los. Einsatz beim Kraftwerk.
Es ist Nacht. Das Feuer ist vom Haus aus
zu sehen. Unruhe. Am Tag nach dem
26. April 1986 wartet die Frau des Feuerwehrmanns
vergebens auf ihn. Sie sucht
ihn, über Umwege erfährt sie, dass er in
einem Krankenhaus ist. Die Miliz verwehrt
ihr zunächst den Zutritt, als sie ihn dann
doch besuchen darf, sieht sie jemand, den
sie kaum mehr erkennt. Sein Gesicht, sein
Körper war aufgequollen, die Haut war
verfärbt, löste sich. Umarmen darf sie ihn
nicht. Wegen der extrem hohen Verstrahlung.
Tage später stirbt er.
Den Bericht, den der frühere Kornwestheimer
Pfarrer Christoph Rau bei der Gedenkfeier
zum 30. Jahrestag von Tschernobyl
in der Paul-Gerhardt-Kirche in der
Weststadt vorträgt, zeigt, mit welcher
Wucht sich die Reaktorkatastrophe bei
Einsatzkräften und sogenannten Liquidatoren
bemerkbar gemacht hat.

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