... in Neckargröningen

Wassersnöte machten den Neckargröningern bis weit in unser Jahrhundert hinein das Leben schwer. Nur die Kirche weiter oben im Dorf bot Schutz vor den Neckarfluten, aber (früher) auch vor feindlichen Mordbrennern. Noch immer steht sie wehrhaft da, mit ihrem spitzen, hochragenden Zeltdach und der Mauereinfriedung des ehemaligen Kirchhofs.
Der spätgotische Chor von 1515 zeigt schönes Netzrippengewölbe; im Schiff – älter als der Chor – hat man kunsthistorisch bedeutsame Wandmalereien aus der Zeit um 1450 freigelegt. Kirchen, die dem heiligen Martin geweiht sind – wie hier in Neckargröningen –, weisen auf ein besonders hohes Alter des Ortes hin. Tatsächlich finden wir Neckargröningen bereits im Jahre 806 als "Gruonincheim" im Schenkungsbuch des Klosters Lorsch verzeichnet.

Quelle: Stadt Remeseck. Zum Originalartikel hier