Ludwigsburg verliert seinen Ehrenbürger

Veröffentlicht am 11.08.2020
in Ludwigsburger Kreiszeitung

Ludwigsburg verliert seinen Ehrenbürger

Es war vor allem die Geschichte, die Albert
Sting fasziniert hat. Im Jahr 2000 erschien
im Verlag der Ludwigsburger
Kreiszeitung der erste Band seiner „Geschichte
der Stadt Ludwigsburg“. Zwei
weitere folgten 2004 und 2005. Das Monumentalwerk
ist bis heute die umfangreichste
Stadtgeschichte, die je über Ludwigsburg
verfasst wurde.
„Ludwigsburg ist eine sehr interessante
Stadt und hat eine sehr interessante Geschichte“,
hat Sting über seine Motivation
gesagt, mit diesem Werk zu beginnen.
Vor allem die Einmaligkeit der Stadtgründung
faszinierte ihn.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner historischen
Arbeit war das Schicksal der jüdischen
Gemeinde Ludwigsburgs, die im
Dritten Reich vollkommen ausgelöscht
wurde. Viele Jahre setzte sich Albert Sting
für die Umgestaltung des Synagogenplatzes
zu einem Gedächtnisort ein.
Geboren wird er 1924 im Pfarrhaus am
Ludwigsburger Marktplatz. Sein Vater ist
Pfarrer in der Garnisonkirche (heute Friedenskirche).
Über seine Kindheit am
Marktplatz hat Sting das Buch „Hopf ronter
– Marktplatzepisoden“ geschrieben.
1932 zieht Stings Familie nach Besigheim,
wo sein Vater die Stelle als Dekan
angenommen hat. Zur Schule geht er
später trotzdem in Ludwigsburg, und
zwar aufs Schiller-Gymnasium. Auf seinem
Schulweg sieht er im November
1938 die abgebrannte Ruine der Ludwigsburger
Synagoge. Ein Erlebnis, das ihn
nie wieder loslassen wird.

 

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Ludwigsburger Kreiszeitung

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