Orgel kehrt wieder auf die Empore zurück

Veröffentlicht am 10.02.2021
in Kornwestheimer Zeitung

Orgel kehrt wieder auf die Empore zurück

Horst Rüb steht im Chorraum der
Martinskirche und lauscht. „Hören
Sie“, sagt er, und deutet in
Richtung der Orgel, die gerade beeindruckende
Töne von sich gibt. Dann geht er
einige Schritte in Richtung Mittelschiff,
die Stufen des Chors hinunter, tritt in den
Gang zwischen den Kirchenbänken. „Hier
ist der Ton ganz anders.“ Tatsächlich: Die
tiefen Basstöne der Orgel, im Chorraum
noch imposant, klingen hier ein ganzes
Stück weniger voluminös.
Das soll sich laut Rüb, Pfarrer der evangelischen
Martinskirche, bald ändern. Ab
Mai soll der Innenraum der denkmalgeschützten
Kirche saniert werden, im Zuge
dieser Arbeiten wird auch die Orgel von
ihrem Platz am Ende des Chors zurück auf
die Empore verlegt. „Dann kommt die
Musik auch wieder richtig bei der Gemeinde
an“, sagt Rüb.
In den 1970er-Jahren wurde die Kirche
zuletzt saniert. Damals habe man die Empore
verkleinert und
die Orgel in den Chor
verlegt, um nicht zu
viele Sitzplätze zu
verlieren, berichtet
der Pfarrer. „Der
Chorraum hat damit
viel von seinem liturgischen
Charakter
verloren.“ Sorgen,
dass die Sitzplätze
nach der Sanierung
nicht ausreichen, hat
Rüb nicht. „Bei Gottesdiensten,
die sehr voll werden, kann
dann der Chorraum bestuhlt werden.“ Das
Gutachten des Orgelsachverständigen, der
geprüft hat, ob der neue Standort der Orgel
klimatisch funktioniert, und das Gutachten
eines Statikers liegen vor. Danach
gibt es grünes Licht für den Umzug der
Orgel, die Empore kann die Last tragen.

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